X30humation

1969 Triumph Trident T150

Racing/Sport

Cylinders: 3
Displacement: 750 CC
Horsepower: 75 hp
Weight: 180 kg
Top speed: 210 km/h
X30

Story

Rahmen und defektes Motorgehäuse in Caracas / Venezuela aus der Erde ausgegraben und mit nach Deutschland genommen.
Auf Halde gelegt. Irgendwann sind mir mal 2 Räder mit Alu Hochschulterfelgen über den Weg gelaufen. Durch die Asservatenkammer gelaufen, die Fragmente gesehen und gedacht " Man könnte doch wieder mal..."

Projekt X30

Da die Rennstrecke schon immer interessant war stellte sich irgendwann die Frage wie eine Trident laufen kann und welcher Aufwand betrieben werden muß.
Bei einer Südamerikaexpedition fand sich ein früher T150 Rahmen mit Motor den ich aber erst aus der Erde ausbuddeln mußte. Bei dem Motor war mal das linke Pleuel abgerissen. Beim Blick von vorne auf das Gehäuse war dann auch noch das Getriebe zu sehen, also Schrott.

Die Fragmente habe ich dann doch mit nach Hause genommen und nachdem sich ein Schweißkünstler an dem Motorblock ausgetobt hatte sah er wieder ganz passabel aus. Nach weiteren Maßnahmen auf Bohrwerk und Fräsmaschine stand dem Einsatz eigentlich nichts mehr im Wege.

Der geänderte Rahmen wurde in England abgeholt ( Motor höher und weiter nach vorne), das reparierte Gehäuse probeweise montiert. Dabei fiel auf das für die geplanten Vergaser (Keihin CR) nicht ausreichend Platz war. Rahmen und Heck diesmal selber geändert, Öltank angefertigt usw.
Anschließend wurde der mit allerlei speziellen Teilen aufgebaute Motor (Carrillo Pleuel, Megacycle Nocken und Omega Kolben) in den Rahmen montiert, damit die Abstimmungsarbeiten auf dem Prüfstand beginnen konnten.

Nach einigem experimentieren mit Ansaugtrichter, Ansaugstutzen und Auspuffkrümmerlänge wurde ein zufriedenstellender Kompromiß zwischen Leistung im mittleren und oberen Bereich und ausreichend Drehmoment bei mittleren Drehzahlen gefunden.

Die ersten Einsätze waren vielversprechend, doch dabei zeigte sich das weitere Änderungen an Fußrasten sowie Sitzposition notwendig waren.
Nach 2 unerklärlichen Motorschäden die jedesmal einen Satz Kolben und auch einen Zylinderkopf kosteten wurde die Zündbox getauscht und seitdem ist Ruhe.
Die Rundenzeiten wurden permanent besser, aber auch hier zeigte sich langsam das Ende der Fahnenstange. Also wurde das 19" Vorderrad gegen 18" getauscht. Das Ergebnis war eine traumhafte Verbesserung der Handlichkeit aber die Fußrasten waren jetzt zu tief. Fußrastenposition wieder geändert und andere Gabelfedern montiert.
Das Ergebnis war der Knaller. Handlichkeit und Einlenkverhalten in Kurven wieder verbessert.
Seitdem läuft die Trident wie ein Uhrwerk. Sie wurde bei manchen Einsätzen bis 9500 U/min gedreht und hat trotz der hohen Drehzahlen keine technischen Probleme.
Daran konnten auch die Einsätze in 2008 und 2009 beim 4 Std. Rennen in Oschersleben nichts ändern.

Mods

  • Bearbeitete Kanäle
  • geänderte Zündkerzenposition mittlerer Zyilnder
  • Omega Kolben
  • Meacycle Nockenwellen
  • Erleichterte und gewuchtete Kurbelwele, zusätzlichen Ölkanal gebohrt
  • Carrillo Pleuel
  • Erhöhte Ölpumpenleistung
  • Keihin CR 33 Vergaser
  • Längere Getriebehauptwelle, 5 Gang, enge Stufung
  • Kontaktlose Zündung ohne Batterie
  • Alu Hochschulterfelgen
  • Marzzocchi Gabel, 35 mm, (War mal ineiner Egli Kawa)
  • Gabelbrücken Rob North, geändert
  • Avon Rennmischung Reifen
  • Koni Stoßdämpfer
  • Öltank Eigenbau
  • Alutank, Unterboden Eigenbau
  • Verkleidung von irgendwas italienischem, geändert
  • Zahnriemenprimärtrieb für den Renneinsatz